Doppelmoral der Stadt…

Heute möchte ich über die Doppelmoral beim Umgang mit öffentlichen und privaten Bauprojekten sprechen, insbesondere im Hinblick auf Kostenüberschreitungen, Umweltschutz und Flächenversiegelung.

Bei großen städtischen Projekten wie dem Rheinboulevard fällt immer wieder auf, dass die ursprünglich angesetzten Budgets oft nicht eingehalten werden. Dass die Kosten des ersten Bauabschnitts von geplanten 6 Millionen Euro auf über 26 Millionen Euro angestiegen sind, wirft die Frage auf, warum solche Planungsungenauigkeiten bei öffentlichen Bauprojekten so häufig auftreten. Oft werden unerwartete Hindernisse wie archäologische Funde oder schwierige Bodenverhältnisse als Gründe genannt. Doch mit gründlicheren Voruntersuchungen ließen sich solche Überraschungen oft minimieren, zumindest sollte dies das Ziel sein. Nicht zu vergessen sind auch die laufenden Kosten: Allein die ersten 500 Meter des Rheinboulevards verschlingen jährlich mehr als 350.000 Euro.

Zusätzlich problematisch ist die zunehmende Versiegelung von Flächen. Es ist bekannt, dass immer mehr Grünflächen betoniert oder versiegelt werden, was sich negativ auf das Stadtklima, die Wasseraufnahme und die Biodiversität auswirkt. Städte scheinen bei ihren eigenen Projekten oft weniger strikte Umweltauflagen zu berücksichtigen, während private Bauvorhaben umfassende Vorschriften zur Begrünung und zur Reduzierung der Bodenversiegelung einhalten müssen.

Diese Doppelmoral ist für viele Bürgerinnen und Bürger frustrierend, vor allem, wenn Umweltaspekte bei öffentlichen Bauvorhaben scheinbar nur eine untergeordnete Rolle spielen, während Privatpersonen mit strengen Auflagen konfrontiert werden. Der Wunsch nach einem transparenteren Umgang mit öffentlichen Geldern und umweltfreundlicheren Entscheidungen wächst. Solche Beispiele erschüttern das Vertrauen der Bevölkerung in die kommunalen Verwaltungen.

Der „Goldesel“ könnte hier als Metapher dafür dienen, dass es scheinbar immer Geld für große Bauprojekte gibt, selbst wenn die Kosten weit über den ursprünglichen Planungen liegen und Umweltbelange oft vernachlässigt werden.

Wie denkt Ihr darüber?? Freue mich auf Eure Kommentare…

Viele Grüße

Alfred

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