Bei Sturm und Regen im Wald allein…

Es war einmal ein einsamer Junge namens Freddy. Er war etwa acht Jahre alt, mit zerzaustem dunklem Haar und großen, neugierigen braunen Augen, die an diesem Tag jedoch mehr Angst als Neugier widerspiegelten. Der Himmel über ihm war von dunklen, bedrohlichen Wolken verhangen, und der Wind heulte durch die kahlen Äste der Bäume. Der Regen prasselte unerbittlich auf die Blätter und den Waldboden, während Freddy durch den dichten Wald stapfte. Seine Füße waren nass und kalt, seine Kleidung durchweicht, doch er wagte nicht, stehenzubleiben.

Alles hatte mit einem harmlosen Spaziergang begonnen. Doch dann hatte er die Orientierung verloren und war nun ganz allein. Jetzt war er auf sich gestellt.

Seine Schritte wurden schneller, sein Atem ging stoßweise. Die Schatten der Bäume wirkten im Zwielicht des Sturms wie drohende Gestalten, die ihn beobachteten. Der Wind pfiff durch die Zweige, als würde er ihn auslachen. Plötzlich hörte Freddy ein lautes Krachen, ein Ast war irgendwo abgebrochen und donnerte auf den Boden. Er schrie vor Schreck auf und stolperte, fiel in den Matsch und fühlte, wie Tränen seine Wangen hinunterliefen, sich mit dem Regen vermischten.

Wenn Freddy so im Wald umherstreifte, fragte er sich oft, warum er überhaupt losgezogen war. Er erinnerte sich an die Geschichten, die sein Onkel ihm erzählt hatte, von geheimnisvollen Kreaturen, die tief im Wald lebten. Waren das alles nur Märchen gewesen? Oder war mehr daran wahr, als er sich eingestehen wollte?

Er rappelte sich auf, seine Knie zitterten, doch er wusste, dass er nicht aufgeben durfte.

Nach einer Weile stieß er auf eine kleine Lichtung. In der Mitte lag eine alte, verfallene Hütte, die aussah, als hätte sie schon bessere Tage gesehen. Ihre Fenster waren zerschlagen, und das Dach war an einigen Stellen eingefallen. Doch für Freddy bedeutete sie Hoffnung, Schutz vor dem Wind und dem Regen.

Zögernd trat er näher, seine Schritte vorsichtig, während der Boden unter seinen Füßen schmatzte. Die Tür quietschte laut, als er sie öffnete. Innen war es dunkel und feucht, aber zumindest war es trocken Freddy zog seine nasse Jacke aus und rieb sich die Arme, um sich aufzuwärmen.

Plötzlich hörte er ein leises Geräusch. War es der Wind? Oder war er doch nicht allein? Sein Herz schlug schneller. Vorsichtig schlich er sich in den hinteren Teil der Hütte.

Doch die Erleichterung währte nicht lange. Draußen begann der Wind noch stärker zu heulen und Freddy hörte plötzlich ein Knarren, als würde jemand oder etwas um die Hütte schleichen. Seine Kehle wurde trocken. War es nur der Wind? Oder war er wirklich nicht allein?

Plötzlich krachte die Tür auf. Ein Schatten stand im Eingang. Freddy hielt die Luft an, doch dann sah er, dass es ein alter Mann war, mit einem dichten grauen Bart und einem langen Mantel.

Was macht ein Junge wie du hier draußen im Sturm?, fragte der Mann mit tiefer, aber freundlicher Stimme. Freddy zögerte, doch die Sorge des Mannes wirkte ehrlich.

Der Fremde, der sich als Herr Bauer vorstellte, nahm Freddy mit zu seinem Haus, das nicht weit entfernt lag. Dort wärmte er sich am Kamin auf und bekam eine heiße Tasse Schokolade. Herr Bauer half Freddy, den Weg nach Hause zu finden, und am nächsten Tag wurde er sicher zu seiner Familie zurückgebracht.

Von diesem Tag an versprach Freddy, nie wieder alleine in den Wald zu gehen, doch er würde Herrn Bauer und seine Gastfreundschaft nie vergessen.

Liebe Grüße
Freddy (Alfred)

ps.: (lang, lang ist´s her)

Ein Besuch im Waffelhaus…

Ein Besuch im Waffelhaus bei Solingen ist wie ein kleiner Ausflug in eine zauberhafte Welt voller Genuss und Gemütlichkeit. Schon beim Ankommen spürten wir die besondere Atmosphäre, das charmante Fachwerkhaus und der einladende Duft frisch gebackener Waffeln, der in der Luft lag. Es fühlte sich an, als würde die Zeit hier ein wenig langsamer vergehen.

Drinnen erwartete uns eine liebevoll gestaltete Einrichtung, die den Charme vergangener Zeiten einfing. Wir entschieden uns für die berühmte Bergische Kaffeetafel und das war eine großartige Entscheidung. Die Waffeln waren einfach himmlisch, goldbraun, knusprig und warm, mit einer großzügigen Portion Kirschgrütze, Sahne und einer Prise Puderzucker serviert. Dazu gab es eine Auswahl an frisch gebackenem Schwarz- und Roggenbrot, begleitet von herzhaften Belägen wie Käse und Wurst, aber auch süßen Klassikern wie Zuckerrübensirup und Honig.

Besonders schön war die Tradition des Kaffees, er wurde aus einer Dröppelminna, der traditionellen Kaffeekanne, serviert, was dem Ganzen eine nostalgische Note verlieh. Während wir uns durch die Köstlichkeiten probierten, konnten wir den Blick auf die umliegenden Wälder und Hügel genießen eine perfekte Kulisse, die den Moment noch besonderer machte.

Leider habe ich beim Fotografieren nicht richtig aufgepasst, aber das macht nichts. Solche Momente kann man oft gar nicht vollständig mit der Kamera einfangen, sie bleiben dafür umso schöner in der Erinnerung. Vielleicht ergibt sich ja beim nächsten Besuch eine neue Gelegenheit für ein paar schöne Bilder. Bis dahin bleibt die Erinnerung an diesen wunderbaren Tag und die kann ich euch wirklich nur ans Herz legen.
Liebe Grüße
Alfred